Das Wichtigste schützen

Unsere Geschichte

Warum es „Das Wichtigste schützen“ gibt

Warum es „Das Wichtigste schützen“ gibt

Es gibt Momente, die man nie vergisst. Für mich gehört dazu die Nacht, in der ich als
Feuerwehrmann für vier Kinder zu spät kam.

Dieser Einsatz hat mich geprägt. Mit der Gründung von „Das Wichtigste schützen“ begann ich,
ihn auf meine eigene Weise zu verarbeiten. Mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben,
wurde für mich ein Weg, etwas zu bewirken und meinen Teil dazu beizutragen, Kinderleben zu
schützen.

Als Notfallsanitäter und Berufsfeuerwehrmann habe ich immer wieder erlebt, wie groß die
Angst von Eltern ist, wenn ihrem Kind etwas passiert. Zur Sorge um das eigene Kind kommt
häufig die Angst, etwas falsch zu machen. Sie kann dazu führen, dass Eltern zögern, obwohl
gerade in den ersten Minuten ihre Hilfe entscheidend sein kann.

Ich wollte ihnen vermitteln, was sie in solchen Momenten tun können. Denn Erste Hilfe braucht
oft keine komplizierten Geräte oder Materialien. Sie beginnt mit verständlichem Wissen, Übung
und dem Vertrauen, selbst handeln zu können.

Wie alles begann

Zur Erfahrung aus meinen Einsätzen kam etwas, das mir schon lange Freude machte: das
Unterrichten. Ich entwickelte gerne einfache Konzepte, erzählte Geschichten und suchte nach
Wegen, Erste Hilfe so zu erklären, dass sie im Kopf bleibt. Humor gehörte für mich dazu.

Mein erster Kurs fand in einem kleinen Dorf mit rund 300 Einwohnern im Landkreis Ansbach
statt. Vor mir saßen zehn Mütter aus einer Mutter-Kind-Gruppe.

An diesen Kurs erinnere ich mich gerne. Es machte mir große Freude, die Mütter bei einem so
ernsten Thema zum Lachen zu bringen und ihnen gleichzeitig wichtiges Wissen mitzugeben.
Genau diese Verbindung wollte ich weiterführen: gemeinsam lernen, praktisch üben und auch
einmal lachen dürfen.

Geschichten aus unserem Einsatzalltag gehören deshalb bis heute zu unseren Kursen. Sie
machen Situationen greifbar und helfen uns, zu erklären, warum eine Maßnahme wichtig ist.
Dazu passt ein Satz, der mich begleitet:

Kindern erzählen wir Geschichten, damit sie einschlafen. Erwachsenen erzählen wir Geschichten, damit sie aufwachen.

Auch unser Name entstand durch die Begegnungen mit Eltern. In den Vorstellungsrunden
sprachen viele von ihren Kindern als ihrem „wichtigsten Gut“. Diese Worte blieben bei mir
hängen. „Das Wichtigste schützen“ brachte auf den Punkt, weshalb sie im Kurs saßen und
weshalb ich unterrichtete.

Wie aus den ersten Kursen ein Team wurde

Mit der Zeit kamen immer mehr Anfragen, auch von außerhalb. Irgendwann konnte ich nicht mehr alle selbst annehmen. Kolleginnen und Kollegen kamen dazu, und nach und nach entstand ein Team aus Fachkräften aus der Notfallmedizin und weiteren medizinischen Bereichen.

Heute geben wir unser Wissen an verschiedenen Standorten an Eltern, Großeltern und andere Menschen weiter, die Verantwortung für Kinder tragen. Onlinekurse, Hörbücher und Handouts ergänzen unsere Kurse vor Ort. Unser Handout zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen wurde inzwischen zehntausendfach kostenlos an Familien weitergegeben. Gemeinsam mit Partnern unterstützen wir außerdem ein Projekt für Kinder und Familien in Kambodscha.

AI

Wofür wir stehen

Bei aller Entwicklung möchten wir uns die Nähe aus den ersten Kursen bewahren. Für uns gehört dazu, Fragen ernst zu nehmen, verständlich zu erklären und gemeinsam zu üben. Niemand soll sich schämen müssen, weil er etwas noch nicht weiß oder sich eine Maßnahme nicht zutraut.

Ich möchte Eltern die Angst davor nehmen, im Notfall etwas falsch zu machen. Wir können uns auf solche Situationen vorbereiten und lernen, auch dann zu handeln, wenn wir Angst haben.

Das ist der Gedanke, aus dem „Das Wichtigste schützen“ entstanden ist und der uns bis heute verbindet.

Gemeinsam lernen. Das Wichtigste schützen.